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Pflanzen haben uns durch die gesamte Menschheitsgeschichte begleitet. Bis jetzt.
In der modernen Welt von heute sind wir nach drinnen gezogen und haben die Natur draussen gelassen. Wir verbringen über 90 Prozent unseres Arbeitsalltags in Innenräumen und atmen dort täglich zwischen 10 800 und 11 000 Liter Luft. Von Frische kann kaum mehr die Rede sein, weil Möbel, Teppiche und Elektronik laufend unsichtbare Spurenstoffe an diese Luft abgeben, sogenannte flüchtige organische Verbindungen (VOC). Und wenn am Nachmittag dann auch noch die Konzentration nachlässt und die Motivation irgendwo zwischen Bildschirm und grauen Wänden verloren geht, liegt das oft nicht am Menschen, sondern am Raum. Genau hier setzt Biophilic Design an: Die Natur wird zurück an den Arbeitsplatz gebracht. Pflanzen verbessern die Luft, sie beruhigen das Gemüt und machen aus einem sterilen Büro eine kleine Wohlfühloase.

Bildschirmarbeit setzt uns mehr zu, als wir denken. Fachleute sprechen sogar von «Technostress». Eine Studie im Journal of Physiological Anthropology zeigt, dass schon nach 15 Minuten am Computer, Unbehagen und Anspannung aufkommen. Man fühlt sich von seiner Umgebung abgekoppelt, das Stresslevel steigt messbar an.
Ganz anders sah es aus, wenn dieselben Personen Zugang zu Topfpflanzen erhielten. Das Unbehagen liess nach. Sie fühlten sich ruhiger, gelöster und stärker mit ihrer Umgebung verbunden, allein durch das Grün in ihrer Nähe.
Pflanzen können noch mehr, als nur Stress abzubauen. Eine Studie der American Society for Horticultural Science ergab, dass Pflanzen mit einer höheren Effizienz am Arbeitsplatz zusammenhängen. Einige Mitarbeiter gaben sogar an, dass sie bei kniffligen Aufgaben bewusst den Blick zu den Pflanzen schweifen liessen, um auf neue Ideen zu kommen. Ein Hinweis darauf, dass Grün nicht nur beruhigt, sondern auch Kreativität anstossen kann.
Ein paar Töpfe in die Ecke zu stellen, reicht allerdings nicht. Ob Pflanzen wirklich etwas bewirken, hängt davon ab, wie sie eingesetzt werden. Auch das zeigt die Fallstudie aus HortScience: Wie gesund die Pflanzen sind, um welche Arten es sich handelt und was persönliche Pflanzenvorlieben sind, bestimmt das Ergebnis aktiv mit. Ein Begrünungskonzept wirkt also am besten, wenn es für den konkreten Raum entworfen wird. Am wichtigsten sind folgende Grundregeln:
1. Licht beachten: Pflanzen dort platzieren, wo sie genug natürliches oder künstliches Licht bekommen.
2. Regelmässig pflegen: Nur gesunde Pflanzen wirken positiv, vernachlässigte bewirken eher das Gegenteil.
3. Gruppieren statt verteilen: Eine zusammenhängende Pflanzeninsel wirkt stärker als einzelne Töpfe.
4. Richtig dimensionieren: Die Anzahl der Pflanzen an die Grösse des Büros und die Zahl der Personen anpassen.
5. Passende Arten wählen: Etwa Howea forsteriana oder Strelitzia nicolai, die gut mit dem Büroklima zurechtkommen und als luftverbessernd gelten.
Planen und Pflegen ist zu aufwendig? Unser persönliches Begrünungskonzept-Team übernimmt das gerne.
Büropflanzen sind mehr als Dekoration. Sie können beeinflussen, wie wir uns bei der Arbeit fühlen, wie gut wir uns konzentrieren und wie gern wir ins Büro kommen. Die Forschung dazu wächst, und immer mehr Unternehmen holen sich das Grün bewusst zurück an den Arbeitsplatz. Denn ein lebendiger Raum ist kein Luxus, sondern ein Ort, an dem gute Arbeit leichter fällt.
Wir haben die Natur lange genug draussen gelassen. Es ist Zeit, sie wieder hereinzuholen.

Die Nähe zu Pflanzen beruhigt die Stressreaktion des Körpers und lindert die Unruhe, die mit langen Stunden am Bildschirm einhergeht. Mitarbeitende in begrünten Räumen fühlen sich ruhiger und stärker mit ihrer Umgebung verbunden.
Ja. Forschung der American Society for Horticultural Science verbindet Zierpflanzen mit höherer Effizienz, und einige Mitarbeitende nutzen Pflanzen in ihrer Nähe bei anspruchsvollen Aufgaben als Inspirationsquelle.
Das hängt von der Grösse des Büros und der Zahl der Personen ab, die dort arbeiten. Ein Begrünungskonzept, das für Ihren konkreten Raum entworfen wird statt als Pauschalbestellung, trifft dieses Gleichgewicht am besten.
Arten, die für die Aufnahme von Schadstoffen und CO₂ bekannt sind, schneiden meist am besten ab, etwa Howea Forsteriana (Kentia-Palme) und Strelitzia Nicolai (Baum-Strelitzie).
Die Platzierung sollte natürliches und künstliches Licht berücksichtigen. Pflanzen zu einer eigenen Pflanzeninsel zu gruppieren wirkt in der Regel besser, als einzelne Töpfe im Raum zu verteilen.
Ja, die laufende Pflege ist ebenso wichtig wie die Platzierung. Ungepflegte Pflanzen verlieren einen Grossteil ihrer Wirkung auf Stimmung, Luftqualität und kognitive Leistung. Darum entscheiden sich die meisten Unternehmen für ein Rundum-Begrünungskonzept, statt es selbst zu übernehmen.