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Über die gesamte Menschheitsgeschichte hinweg haben wir eng mit Pflanzen zusammengelebt. In jüngerer Zeit hat sich dieses Verhältnis leise umgekehrt. Die meisten Büroangestellten verbringen heute über 90% ihres Arbeitstages in Innenräumen und atmen dabei zwischen 10 800 und 11 000 Liter Luft. Ein grosser Teil dieser Luft wird vom Raum selbst geprägt: Möbel, Teppiche und Elektronik geben Spurenstoffe ab, die als flüchtige organische Verbindungen (TVOC) bekannt sind. Wenn Motivation und Konzentration in einem sterilen Büro nachlassen, liegt die eigentliche Ursache oft im Raum, nicht in der Person darin. Biophilic Design bietet eine ruhige, praktische Antwort: lebende Pflanzen zurück an die Orte zu bringen, an denen wir arbeiten, und so Luftqualität und Stimmung zugleich zu verbessern. Eine Mooswand oder ein begrüntes Wandelement, bei dem Pflanzen vertikal über eine Bürowand angeordnet werden, ist einer der einfachsten Wege dahin.

Eine im Journal of Physiological Anthropology veröffentlichte Studie zeigt, dass sich Büroangestellte am Bildschirm häufig unruhig und von ihrer Umgebung abgekoppelt fühlen. Die Forschenden nennen diesen Zustand Technostress. Erhielten dieselben Personen Zugang zu Topfpflanzen, liess dieses Unbehagen nach. Sie fühlten sich ruhiger, gelöster und stärker mit ihrer Umgebung verbunden, allein durch das Grün in ihrer Nähe.
Zeit in der Nähe von Büropflanzen hebt die Stimmung messbar. Die Wirkung erreicht die Stressreaktion des Körpers direkt und beruhigt das sympathische Nervensystem, das sonst auf eine wahrgenommene Bedrohung wachsam bliebe. Pflanzen erreichen das über mehrere Sinne gleichzeitig: über das, was wir in einem grünen Raum sehen, hören, fühlen und riechen. Dasselbe Muster zeigt sich in der Waldtherapie-Forschung, wo schon der Aufenthalt zwischen Bäumen eine ähnliche körperliche Ruhe auslöst.
Die Vorteile beschränken sich nicht auf den Stressabbau. Eine Studie der American Society for Horticultural Science ergab, dass Zierpflanzen mit einer höheren Effizienz am Arbeitsplatz zusammenhängen. Einige Mitarbeitende gaben sogar an, bei schwierigen Aufgaben bei den Pflanzen in ihrer Nähe Inspiration zu suchen, was auf einen echten Zusammenhang zwischen Grün und kreativer Leistung hindeutet. Unsere eigenen Daten aus den Market Monthly Overview Berichten, den OxygenX-Sensoren und Mitarbeiterbefragungen weisen in dieselbe Richtung: Büros mit gut platzierten Pflanzen zeigen tendenziell mehr Aufmerksamkeit, ein besseres Gedächtnis und stärkeres Problemlösen. Mehr dazu finden Sie in unserer Kategorie Plant Science Research.
Diese Vorteile hängen davon ab, wie Pflanzen eingesetzt werden, nicht allein davon, dass sie vorhanden sind. Dieselbe Studie der American Society for Horticultural Science zeigt, dass Zustand der Pflanzen, Art und persönliche Vorlieben das Ergebnis mitbestimmen. Genau darum wirkt ein Begrünungskonzept am besten, wenn es für den konkreten Raum entworfen wird, statt es pauschal anzuwenden. Am wichtigsten sind einige Grundregeln:
Wenn Ihnen das Planen und Pflegen zu aufwendig erscheint, übernimmt ein persönliches Begrünungskonzept das für Sie.
Büropflanzen sind keine Dekoration. Die Belege sprechen für eine klare Rolle des Grüns, für die mentale Gesundheit, die kognitive Leistung und die Arbeitszufriedenheit gleichermassen. Je mehr Unternehmen Pflanzen ins Büro holen, gestützt auf messbar bessere Luftqualität, desto schwerer lässt sich der Nutzen ignorieren. Gesündere Luft und ein lebendigerer Raum kommen meist zusammen, und beide machen es leichter, gute Arbeit zu leisten.

Die Nähe zu Pflanzen beruhigt die Stressreaktion des Körpers und lindert die Unruhe, die mit langen Stunden am Bildschirm einhergeht. Mitarbeitende in begrünten Räumen fühlen sich ruhiger und stärker mit ihrer Umgebung verbunden.
Ja. Forschung der American Society for Horticultural Science verbindet Zierpflanzen mit höherer Effizienz, und einige Mitarbeitende nutzen Pflanzen in ihrer Nähe bei anspruchsvollen Aufgaben als Inspirationsquelle.
Das hängt von der Grösse des Büros und der Zahl der Personen ab, die dort arbeiten. Ein Begrünungskonzept, das für Ihren konkreten Raum entworfen wird statt als Pauschalbestellung, trifft dieses Gleichgewicht am besten.
Arten, die für die Aufnahme von Schadstoffen und CO2 bekannt sind, schneiden meist am besten ab, etwa Howea Forsteriana (Kentia-Palme) und Strelitzia Nicolai (Baum-Strelitzie).
Die Platzierung sollte natürliches und künstliches Licht berücksichtigen. Pflanzen zu einer eigenen Pflanzeninsel zu gruppieren wirkt in der Regel besser, als einzelne Töpfe im Raum zu verteilen.
Ja, die laufende Pflege ist ebenso wichtig wie die Platzierung. Ungepflegte Pflanzen verlieren einen Grossteil ihrer Wirkung auf Stimmung, Luftqualität und kognitive Leistung. Darum entscheiden sich die meisten Unternehmen für ein Rundum-Begrünungskonzept, statt es selbst zu übernehmen.