Raumklima-Experiment: Wie schnell Büropflanzen die Luftqualität wirklich verbessern
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Raumklima-Experiment: Wie schnell Büropflanzen die Luftqualität wirklich verbessern

  • vor 3 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 1 Tag

In unserem umfassenden Guide zur idealen Luftfeuchtigkeit haben wir bereits geklärt, wie wichtig das richtige Raumklima für unsere Gesundheit und Produktivität ist. Doch graue Theorie ist das eine – harte Daten sind das andere! Wir wollten genau wissen, wie stark sich eine gezielte Begrünung in der Realität auf ein echtes Büro auswirkt. Begleiten Sie unseren Data Project Manager George Bandi bei einem spannenden Experiment, das zeigt, was Pflanzen in einem ganz normalen Meetingraum wirklich leisten können.


Wussten Sie, dass...?

  • Die relative Luftfeuchtigkeit lässt sich als der Anteil von Wasserdampf in der Luft (verglichen mit der maximal möglichen Menge bei einer bestimmten Temperatur) beschreiben (Guarnieri et al., 2023). Ein ausführlichen Artikel über die Luftfeuchtigkeit findest du hier

  • Der ideale Bereich liegt zwischen 40-60% (Wolkoff, 2018). Andere Werte können sich aus den folgenden Gründen negativ auf uns auswirken:

    • Niedrige Feuchtigkeitswerte (<40%): Die häufigsten Folgen von trockener Luft sind Augenreizungen, Halsschmerzen sowie Reizungen der Atemwege und der Haut. Diese Empfindlichkeiten erhöhen das Risiko für bestimmte Infektionen. 

    • Hohe Feuchtigkeitswerte (>60%): Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit kann ebenso viele Probleme verursachen wie trockene Luft. Übermässige Feuchtigkeit schafft ideale Bedingungen für das Wachstum gefährlicher Mikroorganismen wie Bakterien, Viren, Pilze und Schimmel (Baughman & Arens, 1996). 


Ein praktisches Tool, um dies zu veranschaulichen, ist das sogenannte "Sterling Chart".


Diagramm zeigt Auswirkungen relativer Feuchtigkeit auf Bakterien, Viren, Pilze etc. Optimale Zone in rosa, bunte Balken veranschaulichen Wirkung.


Mit diesem Diagramm lässt sich der optimale Feuchtigkeitsbereich sehr einfach visualisieren. Es zeigt auf einen Blick, ab welchem Feuchtigkeitsgrad ideale Voraussetzungen für das Wachstum bestimmter Pathogene entstehen - und warum wir genau in der Mitte (40-60%) bleiben sollten.



George Bandi, Specialist R&D


Unser Experiment 🧑‍🔬

Durchgeführt von George Bandi, Data Project Manager


Mann in schwarzem Columbia-Pullover steht lächelnd vor üppigen grünen Pflanzen in einem Büro, neutrale Umgebung, helle Beleuchtung.
George Bandi, Data Project Manager

Der Versuchsaufbau

Um den Effekt von Büropflanzen zu demonstrieren, führten wir ein kleines Experiment durch. 

Eine Woche lang haben wir die Luftqualität in einem unserer Meeting-Räume sowohl mit als auch ohne Pflanzen verfolgt. Der Raum wurde weiterhin wie gewohnt für Meetings genutzt. Externe Faktoren, wie die Klimaanlage und übermässiges Lüften wurden auf ein Minimum reduziert.




Ergebnisse der Analyse 

Ein Blick auf die Daten zeigt eindrucksvoll, was unsere grünen Kollegen in so kurzer Zeit bewirken können. Beim Vergleich der Messergebnisse von Tag 1 (ohne Pflanzen) bis Tag 4 (mit Pflanzen) wird deutlich, dass sich die Luftqualität signifikant verbessert hat:

  • TVOC (Flüchtige organische Verbindungen): Die Schadstoffe in der Luft sanken um beeindruckende 59,8 %.

  • CO₂-Werte: Das Kohlendioxid ging um 32,9 % zurück. Das Balkendiagramm zeigt deutlich, wie der CO₂-Wert am zweiten Tag ohne Pflanzen regelrecht in die Höhe schoss und nach dem Einzug der Pflanzen an Tag 3 und 4 sofort wieder stark abflachte.

  • Feinstaub (PM2.5): Der PM2.5-Wert blieb innerhalb des empfohlenen Bereichs.

  • Relative Luftfeuchtigkeit: Die Pflanzen haben spürbar bei der natürlichen Befeuchtung geholfen. Die Luftfeuchtigkeit stieg um 15,4 % an, was für ein deutlich gesünderes Raumklima sorgt.

  • Virus-Index & Temperatur: Sogar das Risiko der Virusverbreitung sank um 10,5 % (gemessen von Tag 2 zu Tag 4), während die Raumtemperatur durch die Pflanzen leicht um 3,2 % gekühlt wurde.


Sind Sie nicht auch erstaunt, wie schnell sich die Luftqualität in geschlossenen Räumen verschlechtern kann? Das Diagramm beweist, dass bereits am zweiten Tag ohne Begrünung kritische Spitzenwerte (besonders bei CO₂) erreicht wurden. Doch schon am vierten Tag hatten unsere Pflanzen es geschafft, die Luft intensiv zu filtern und eine rundum gesunde Arbeitsatmosphäre wiederherzustellen.




Balkendiagramm zeigt Luftqualitätsmessungen an 4 Tagen. Graue, rote und türkisfarbene Balken vergleichen Temperatur, Luftfeuchtigkeit, PM 2.5, TVOC, CO2 & Virusindex mit/ohne Pflanzen.


Infografik zur Verbesserung der Luftqualität von Tag 1 bis 4. Kreisdiagramme zeigen Änderungen in Temperatur, Feinstaub, CO2, Luftfeuchtigkeit.




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