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Ein Ficus lyrata braucht Platz. Mit einer Höhe von rund 150 Zentimetern und seinen grossen Blättern wird er schnell zum festen Punkt im Raum. In offenen Büros kann er Arbeitsplätze, Lounges und Besprechungsbereiche optisch voneinander abgrenzen, ohne den Raum zu schliessen.
Für jede Ecke eignet sich der Ficus lyrata allerdings nicht. Er braucht viel indirektes Tageslicht, einen stabilen Standort und verlässliche Pflege. Am richtigen Platz kann er sich über viele Jahre gut entwickeln.


Die Geigenfeige wächst aufrecht und vergleichsweise langsam. Ihre breiten, festen Blätter bilden eine klare Silhouette. Dadurch genügt oft schon ein einzelnes grosses Exemplar, um einem Empfangsbereich oder einer Lounge Struktur zu geben.
Ursprünglich stammt die Art aus den feuchten Tropen West- und Zentralafrikas. Im Büro kommt sie gut zurecht, wenn sie nahe an einem hellen Fenster steht, aber keiner starken Mittagssonne ausgesetzt ist. Dunkle Flure, Zugluft und häufige Standortwechsel verträgt sie weniger gut.
Der geeignete Platz ist hell, warm und vor Zugluft geschützt. Indirektes oder gefiltertes Tageslicht ist ideal. Direkt neben einer Heizung, einer Klimaanlage oder einer oft geöffneten Aussentür sollte die Pflanze nicht stehen.
Fällt das Licht nur von einer Seite ein, kann das Gefäss gelegentlich gedreht werden. So wächst die Krone gleichmässiger. Häufiges Verschieben sollte trotzdem vermieden werden.
Giessen Sie, sobald die obersten zwei Zentimeter des Substrats trocken sind. Das Wasser soll den Wurzelballen vollständig erreichen und anschliessend ablaufen können. Bleibt Wasser im Gefäss stehen, steigt das Risiko von Wurzelschäden.
Braune Blattränder, gelbe Blätter oder plötzlicher Blattfall können sowohl auf zu viel als auch auf zu wenig Wasser hinweisen. Deshalb ist eine Kontrolle des Substrats verlässlicher als ein starrer Giessplan.
Während der Wachstumszeit im Frühling und Sommer genügt eine zurückhaltende, regelmässige Düngung. Im Winter wächst die Pflanze langsamer und benötigt entsprechend weniger Nährstoffe.
Zu viel Dünger hilft nicht schneller. Er kann die Wurzeln belasten und zu Ablagerungen im Substrat führen.
Ein Schnitt ist nur nötig, wenn die Pflanze zu gross wird, sich ungleichmässig entwickelt oder stärker verzweigen soll. Der austretende Milchsaft kann die Haut reizen. Beim Schneiden sollten deshalb Handschuhe getragen und die Schnittstellen nicht berührt werden.
Auf den grossen Blättern sammelt sich im Büro schnell Staub. Ein feuchtes Tuch hält die Blattoberflächen sauber und erleichtert die Kontrolle auf Spinnmilben, Thripse oder Wollläuse.
Die Geigenfeige reagiert empfindlich auf abrupte Veränderungen. Ein gleichmässiger Standort, regelmässige Kontrollen und eine angepasste Bewässerung sind wichtiger als möglichst viele einzelne Pflegemassnahmen.
«Wir verbinden Erkenntnisse aus der Forschung mit Messungen aus realen Büros. Die Werte sind Richtgrössen. Licht, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Substrat und der Zustand der Pflanze beeinflussen die tatsächliche Verdunstung.» George, Data Project Manager
Bei einem rund 150 Zentimeter hohen Exemplar mit einer Blattoberfläche von ungefähr 0,4 Quadratmetern haben unsere Messungen eine Wasserverdunstung von etwa 1,9 Litern pro Monat ergeben. Das entspricht im Mittel rund 60 Millilitern pro Tag.
Der Wert verändert sich mit den Jahreszeiten und den Bedingungen im Raum. Die Verdunstung trägt Feuchtigkeit zur Raumluft bei, ersetzt aber weder regelmässiges Lüften noch eine technische Luftbefeuchtung, wenn diese erforderlich ist.
Höhe
150 cm
Breite
80 cm
Blattoberfläche
rund 0,4 m²
Geschätzte Wasserverdunstung pro Monat
rund 1,9 l

Nein. Die Geigenfeige benötigt einen hellen Standort mit indirektem oder gefiltertem Licht. Für innenliegende Räume und dunkle Flure sind andere Pflanzenarten meist besser geeignet.
Die Pflanze gibt über ihre Blätter Wasser an die Raumluft ab. Wie stark sich das auf die Luftfeuchtigkeit eines ganzen Raums auswirkt, hängt von der Anzahl und Grösse der Pflanzen sowie vom Raumvolumen und der Lüftung ab. Sie ersetzt keine ausreichende Frischluftzufuhr.
Das Wachstum ist mässig und hängt stark von Licht, Temperatur und Pflege ab. An einem stabilen, hellen Standort entwickelt sich die Pflanze stetig. Häufige Standortwechsel oder falsches Giessen können das Wachstum bremsen und Blattfall verursachen.
Als Zimmerpflanze bildet der Ficus lyrata praktisch keine sichtbaren Blüten oder Früchte. Seine Wirkung im Büro entsteht durch die grossen Blätter und den aufrechten Wuchs.
Im normalen Büroalltag ist die Pflanze unkompliziert. Ihr Milchsaft kann jedoch die Haut reizen, und Pflanzenteile sind beim Verschlucken für Menschen, Katzen und Hunde schädlich. Beim Schnitt sollten Handschuhe getragen werden. In Büros mit Tieren oder kleinen Kindern ist ein unzugänglicher Standort sinnvoll.