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Die meisten Büros achten auf Temperatur und Licht, kaum aber auf die Luftfeuchtigkeit. Dabei beeinflusst sie täglich, wie sich Mitarbeitende fühlen: trockene Luft reizt Haut und Atemwege, zu feuchte Luft begünstigt Bakterien und Sporen. Beides wirkt sich auf Wohlbefinden und Konzentration aus. Der folgende Artikel zeigt, welcher Bereich für Büros ideal ist und wie sich Büropflanzen als natürliche Feuchtigkeitsregulierung nutzen lassen.

Luftfeuchtigkeit beschreibt den Wasserdampfgehalt der Luft und wird meist als Prozentwert angegeben. Dabei unterscheidet man zwei Begriffe.
Die absolute Luftfeuchtigkeit wird in Gramm pro Kubikmeter gemessen. Sie zeigt die tatsächliche Wasserdampfmenge in der Luft und bleibt unabhängig von der Temperatur konstant.
Die relative Luftfeuchtigkeit gibt das Verhältnis zwischen dem aktuellen Wasserdampfgehalt und der maximalen Aufnahmekapazität der Luft bei einer bestimmten Temperatur an. Dieser Wert wird in Raumluftmessgeräten verwendet und ist für die Bürogestaltung der relevante Massstab.
Die Luftfeuchtigkeit im Büro zu überwachen, ist ein einfacher, aber wirksamer Hebel für das Wohlbefinden der Mitarbeitenden. Studien deuten darauf hin, dass eine ausgeglichene Luftfeuchtigkeit Stress reduzieren und die Konzentration fördern kann.
Gemeinsam mit anderen Raumluftparametern beeinflusst die Luftfeuchtigkeit auch die Atemwegs- und Hautgesundheit. Einige Studien deuten darauf hin, dass niedrige Luftfeuchtigkeit zu den Hauptursachen für atopische Ekzeme zählt. Trockene Luft entzieht der Haut zudem Feuchtigkeit und kann so den Alterungsprozess beschleunigen.
Ist die Luftfeuchtigkeit zu niedrig, drohen ausserdem trockener Rachen und verstärkte Allergiesymptome. Ist sie hingegen zu hoch, begünstigt das Bakterien- und Sporenwachstum, was das Risiko für saisonale Krankheiten erhöht und im Büroalltag zu mehr Ausfällen führen kann.
Ja, allerdings indirekt. Kalte Aussenluft mit hoher relativer Feuchtigkeit verliert diese Feuchtigkeit, sobald sie ins Gebäude gelangt und sich erwärmt. Die neue, wärmere Luft hat dann eine deutlich niedrigere relative Luftfeuchtigkeit, was zu trockener Raumluft führen kann.
Feuchtigkeit und Luft strömen über Fenster und Türen ständig zwischen innen und aussen. Das Öffnen von Fenstern bei Regen oder Schnee kann die Innenraumluftfeuchtigkeit kurzfristig erhöhen.
Optimaler Bereich: 40 bis 60 %. Innerhalb dieser Spanne ist das Risiko für trockene Haut, Atemwegsreizungen und Schimmelbildung am geringsten. Dieser Wert gilt als Standard für gesunde Büroumgebungen in der Schweiz und in Deutschland.
Akzeptabler Bereich: 30 bis 70 %. Werte in diesem Bereich sind für die meisten Innenräume vertretbar, auch wenn sie nicht ideal sind.
Kritischer Bereich: unter 10 % oder über 90 %. Solche Extremwerte gelten als gesundheitlich bedenklich und können zu Kopfschmerzen und Unwohlsein beitragen.
Wichtig zu wissen: Der passende Bereich kann je nach Standort, Jahreszeit und Heizperiode leicht variieren.
Eine höhere relative Luftfeuchtigkeit kann die Freisetzung von TVOCs (flüchtigen organischen Verbindungen), insbesondere Formaldehyd, begünstigen. Das betrifft vor allem neue oder frisch renovierte Büros mit noch nicht vollständig ausgehärteten Baumaterialien.
Temperatur und relative Luftfeuchtigkeit stehen zudem in einem negativen Zusammenhang: Steigt die Temperatur, sinkt die relative Luftfeuchtigkeit, wenn die absolute Feuchtigkeit gleich bleibt.
Wenn Fenster öffnen oder ein neues HLK-System keine Option sind, können Büropflanzen die Luftfeuchtigkeit auf natürliche Weise stabilisieren. Über die Transpiration geben sie kontinuierlich Feuchtigkeit an die Umgebungsluft ab und wirken so einem zu trockenen Raumklima entgegen.
Pflanzen nehmen Wasser über die Wurzeln auf und geben einen Teil davon über die Blätter wieder ab. Dieser natürliche Kreislauf sorgt für ein gleichmässigeres Feuchtigkeitsniveau im Büro und macht Büropflanzen zu einem unauffälligen, aber wirksamen Teil eines biophilen Raumkonzepts.
Schefflera arboricola compacta. Die Schefflera, auch als Strahlenaralie bekannt, ist eine bewährte Wahl für grüne Wände. Sie kommt auch mit niedrigerer Luftfeuchtigkeit zurecht, trägt über ihren Transpirationsprozess aber aktiv dazu bei, das Feuchtigkeitsniveau im Raum schrittweise zu stabilisieren.
Caryota mitis. Die Fischschwanzpalme ist robust und passt sich unterschiedlichen Raumbedingungen gut an. Ihre glänzenden, festen Blätter behalten ihre Farbe auch bei wechselnder Luftfeuchtigkeit und binden gleichzeitig feine Staubpartikel.
Ficus lyrata. Die Geigenfeige überzeugt mit guten luftreinigenden Eigenschaften. Wir setzen sie in unseren Pflanzenkonzepten häufig ein, weil sie Eleganz und ein tropisches Flair verbindet.
Kentia howea. Die Kentiapalme bringt mit ihrem palmenartigen Wuchs eine ruhige, elegante Note in jedes Pflanzenarrangement. Sie ist zudem pflegeleicht und robust, was sie zu einer praktischen Wahl für Büroumgebungen macht.
Der optimale Bereich liegt zwischen 40 und 60 %. Werte zwischen 30 und 70 % sind ebenfalls akzeptabel, auch wenn sie nicht ideal sind.
Zu trockene Luft kann Haut und Atemwege reizen, Allergiesymptome verstärken und den Alterungsprozess der Haut beschleunigen. Unter 10 % relativer Luftfeuchtigkeit gilt der Bereich als kritisch.
Über 70 % begünstigt Bakterien- und Sporenwachstum, was das Risiko für saisonale Krankheiten erhöht. Über 90 % gilt als gesundheitlich bedenklich.
Ja, indirekt. Kalte Aussenluft verliert beim Erwärmen im Gebäude relative Feuchtigkeit, was die Raumluft trockener machen kann. Fenster gezielt zu öffnen kann diesen Effekt kurzfristig ausgleichen.
Pflanzen geben über die Transpiration kontinuierlich Feuchtigkeit an die Raumluft ab. Das sorgt für ein gleichmässigeres Feuchtigkeitsniveau, ganz ohne technische Lösung.
Besonders bewährt haben sich Schefflera arboricola compacta, Caryota mitis, Ficus lyrata und Kentia howea. Alle vier eignen sich gut für Büroumgebungen und lassen sich in bestehende Begrünungskonzepte integrieren.